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Unterschied zwischen Teich, Tümpel, Weiher und See

Info von Collin McNeil | Letztes Update am 13.12.2022 | Erstellt am 27.01.2017

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Begriffen für stille Binnengewässer. In dieser Info möchte ich Definitionen für die verschiedenen Begriffe wie Teich, Tümpel, See oder Weiher geben und den Unterschied zwischen den einzelnen Gewässertypen herausarbeiten.

Stille Binnengewässer unterscheidet man zunächst aufgrund ihrer Größe und abhängig davon, ob das Gewässer im Laufe des Jahres austrocknet oder ganzjährig Wasser hält. Außerdem spielt es für die Unterscheidung eine Rolle, ob das Gewässer natürlichen Ursprungs ist oder künstlich angelegt wurde.

Natürliche Stillgewässer

  • Pfütze: Die Pfütze ist das kleinste natürliche stille Gewässer. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie recht schnell innerhalb weniger Tage austrocknet und entsprechend klein ist.
  • Tümpel: Auch der Tümpel ist ein natürliches Gewässer, das zwar regelmäßig austrocknet, aber das Wasser länger halten kann als die Pfütze. Meistens sind Tümpel recht flach und werden zum Beispiel durch Regenwasser gespeist, so dass der Tümpel zu gewissen Jahreszeiten (zum Beispiel im Spätsommer) kein Wasser hält.
  • Weiher: Ein Weiher ist ein kleines und nicht besonders tiefes natürliches stehendes Gewässer ohne Zu- und Abfluss, das ganzjährig Wasser hält. Oft wird der Unterschied zu einem See dadurch definiert, dass der Weiher nur so tief ist, dass auch an seine tiefste Stelle noch Tageslicht dringt, was beim See nicht der Fall ist.
  • See: Der See ist das größte natürliche Stille Gewässer, das tiefer ist als der Weiher und ebenfalls das ganze Jahr über nicht austrocknet. Nach vielen Definitionen wird für einen See eine Mindesttiefe von 2 Metern angesetzt. Im Gegensatz zur Pfütze, zum Tümpel und zum Weiher ist ein See so tief, dass sich eine Temperaturschichtung ausbilden kann. Das heißt dass der See in verschiedenen Tiefen stark unterschiedliche Wassertemperaturen haben kann, während das Wasser flacher Gewässer überall die gleiche Temperatur hat.

Künstliche Stillgewässer

  • Teich: Der Teich ist ein künstlich angelegtes stilles Gewässer, das meistens einen Zu- und Ablauf hat. Typisch ist auch der klassische künstlich angelegte Gartenteich unter Zurhilfename von Teichfolie.
  • Baggersee: Baggerseen entstehen typischerweise durch bergbauliche Maßnahmen wie dem Ausbaggern von Sand, Kies, Lehm oder anderen Bodenschätzen. Überlässt man das entstandene Loch nach den Arbeiten der Natur, sammelt sich oft Wasser und es entsteht ein Baggersee.
  • Stausee: Der Stausee ist ein künstlich angelegter See, der durch die künstliche Aufstauung von Wasser entstanden ist. Falls ein Stausee so flach ist, dass sich keine Temperaturschichtung ausbilden kann, spricht man auch von Staubecken oder Stauteich.

Neben diesen unterschiedlichen Stillgewässern gibt es natürlich auch bei den Fließgewässern Unterschiede. In diesem Thema findet ihr mehr Informationen darüber.

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