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Wie kann ich in diesem Fall eine gesetzliche Betreuung los werden?

Frage von Divers | 20.04.2021 um 10:06

Hallo, ich brauch dringend Rat wie es weitere gehen soll.
Ein Antrag auf Aufhebung der gesetzlichen Entmündigung (gesetzl. Betreuung) wurde bereits gestellt. Darauf nahm vom Betreuungsgericht eine Frau telefonisch Kontakt auf um mit mir zu reden, dass die Betreuung aufgehoben werden soll.
Der Richter müsste ihre Empfehlung (die vermutlich ambivalent ausfiel leider) erhalten haben.
Der aktuelle Stand ist der, dass der Richter ein psychologisches Gutachten bei einem fremden Psychologen in Auftrag gab.
Was muss ich jetzt machen?
Das Problem ist, der Psychoarzt ist mal wieder ein weißer Typ, dessen Ansichten ganz bestimmt nicht mit meinen übereinstimmen. Anders ausgedrückt, der schreibt nur die Gutachten ab von den anderen und 2020 wurden mir Persönlichkeitsstörungen unterstellt. Bei jeden Dreckssack bin ich eben anders gestört (Klapsenerfahrene kennen das). Ich weiß jetzt nicht wie ich mich befreien kann. Ich bin anatomisch weiblich und arm. Ich bräuchte eigentlich eine Anwältin, die mir hilft dabei dann in Widerspruch zu gehen also die Psychiater anzweifelt, aber mit Hartz4 kann ich mir das nicht leisten.
Die meisten glauben weißen Männern mehr als mir, die nichts prestigeträchtiges hat. Ich bin auch keine Hausfrau. Verheiratet bin ich nicht und Kinder will ich auch keine. Ich habe keine Freunde und gute Verwandte auch nicht, denn die haben mich zu den Klapsen ((Korrekturvergewaltigungsanstalten)) und Therapeuten ((engl. nicht für umsonst heißen die TheRapists)) erst gesteckt. Durch die stecke ich in Hartz4 und in der Entmündigung.
Ich wirke optisch auch wie ein Junge und lesbisch.  Also kurzum: ich habe kein normales Leben. Ich habe diverse Ansichten, eigentlich sehr frauen- und tierfreundliche - was wie ich weiß nicht sehr angesagt ist.
Es ist also sehr einfach daran zu glauben ich sei geistegestört, zumal die meisten die Existenz von Geistesstörungen nicht anzweifeln. Die Anti-Psychiatriebewegung kam schon vor langer Zeit zum Erliegen. Und sonst habe ich niemand politisch die meine Interessen vertritt.
So wie es jetzt aussieht, komme ich nie von diese gesetzl. Entmündigung raus.
Mein "Leben" ist überhaupt keines, aber vor Suizid habe ich Angst, sonst hätte ich es längst gemacht. Länger eingesperrt sein und denen ausgesetzt will ich aber auch nicht. Es wird leider nur schlimmer je älter ich werde.
Meine Erzeuger haben mich in großes Elend geworfen und die Allgemeinheit sah dabei zu und macht alles noch schlechter, dass ich die dafür verachte ist nur logisch. Und ich finde es auch ethisch richtig und fair mir gegenüber. Ich bin immer die einzige die mir Gutes will, aber leider nie die Kraft hat, um sich durchzusetzen. Diese Machtlosigkeit ist schlimm. Ich will das nicht mehr, aber ich stecke total fest. Die haben mich in die Enge getrieben. Alles was ich sage wird dann auch gegen mich angewand. Was soll ich machen?

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Wenn du die gesetzliche Betreuung loswerden möchtest, muss einfach alles in deinem Antrag stimmen inklusive des Gutachtens. Dabei kann dir eigentlich nur jemand helfen, der oder die unter wirklich Ahnung von hat und das auch in der Praxis, nicht nur in der Theorie.

Wenn du hier etwas falsch machst war der Antrag unter Umständen komplett für die Katz und erfahrungsgemäß kann man in diesen Dingen sehr schnell sehr viel falsch machen.

Aus dem Grund kann ich dir eigentlich nur empfehlen, dich an eine entsprechende Beratungsstelle zu wenden, die sich genau auf solche Fälle konzentriert hast. Wenn du davon ausgehst, dass bestimmte Klientel befangen sein wird, solltest du umso mehr eine Beratungsstelle aufsuchen, die sich genau auf Leute wie dich konzentrieren. Es gibt da ja viele Angebote, die sich konkret auf diverse Menschen beziehen und dort wird dir das auch niemand negativ anlasten, da du dort "normal" bist.

Die Alternative wäre natürlich ein Anwalt, aber auch hier solltest du darauf achten, dass es passt und nicht wieder auf dich von oben herab gesehen wird. Wenn das mit den Kosten sowieso schwierig ist, wäre aber auch hier vielleicht die Beratungsstelle die bessere Wahl als erste Anlaufstelle, wo man dir dann auch helfen kann, welche weiteren Schritte in deinem Fall konkret zu tun wären.
21.04.2021 um 11:25

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Der Psychiater hatte nun mit mir gesprochen. Der war kurz angebunden und meinte er würde sein Gutachten so schreiben, dass eine gesetz. Betreuung seines Ermessen nach unnötig ist. Aber ich habe bald eine Anhörung vor dem Richter. Was soll ich dem sagen? Am liebsten würde ich den wie paar andere noch die mir in der Vergangenheit schadeten, eine Anzeige reindrücken und eine Metzellei veranstalten weils schon lange reicht.

Was für "Beratungsstellen" meinst du?

Mir fallen keine ein, die sich für Fälle wie meinen einsetzen.  Ich hatte oben ja geschrieben, dass die Anti-Psychiatriebewegung gar nicht mehr aktiv ist.

Was ich 2020 auch mal versucht hatte war mit dem Weglaufhaus Kontakt aufzunehmen, von dort bekam ich aber nur zur Antwort, dass ich zu den Sprechzeiten / Beratungszeiten anrufen solle oder könne, statt einfach eine Antwort auf meine Fragen. Das war mir dann wieder so ein Wink mit dem Henkerbeil, dass ich nerve und dort keine Hilfe zu erwarten habe. Habe seitdem denen nicht mehr geschrieben.

"Selbsthilfegruppen" Psychiatrisierter Menschen kenne ich soweit auch bundesweit keine.
02.05.2021 um 01:42

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Ich verstehe deine Wut und dass du dich gegen all die Ungerechtigkeiten, die dir widerfahren sind wehren möchtest. Ich verstehe, dass du auch einmal zurückschlagen möchtest.

Jedoch solltest du zunächst egoistisch und taktisch vorgehen. Das heißt: Du bist leider abhängig von den Entscheidungen anderer Menschen wie dem Richter. Wie gesagt, ich verstehe, dass du sauer auf diese Menschen bist. Jedoch wird es nichts bringen, zum Beispiel den Richter, der über dich entscheidet, anzuzeigen. Damit verärgerst du den Richter und so neutral er auch vermeintlich zu sein glaubt, wird das Einfluss auf seine Entscheidungen haben. Das hilft dir in keiner Weise weiter und du wirst noch frustrierter. Zumindest solltest du das nicht tun, bevor bei den betreffenden Entscheidungen getroffen wurden.

Eine klügere Idee fände ich zum Beispiel erst im Nachhinein eine Abrechnung zu machen. Du könntest zum Beispiel ein Buch über all das schreiben, was du erlebt hast. Du hast ja inzwischen so viel erlebt und so viel ist schiefgelaufen, damit könntest du in alle Talkshows gehen und damit viel mehr bewirken und die Leute an den Pranger stellen, als eine Anzeige zu machen, die dir erst nur schadet und später vielleicht sowieso eingestellt wird.

Bei den Beratungsstellen ist halt die Frage in welcher Ecke du wohnst und in welchem Umkreis eine Beratungsstelle für dich okay wäre, sonst ist es schwierig da irgendwelche Empfehlungen auszusprechen. Meistens sind das ja lokale oder kommunale Angebote, die je nach Ort komplett verschieden sein können.
03.05.2021 um 09:39

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