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Schülerinnen werden systematisch in ALG II getrieben?

Frage von Gast | 15.01.2021 um 21:43

Hey, als ich auf der Seite azubi.de verglich, fiel sehr schnell auf, dass weiblich-kodierte Berufe wie Floristin im ersten Ausbildungsjahr mit kaum 680 Euro vergütet werden oder der Knaller "Haus- und Familienpflegerin" ist wirklich eine Ausbildung(?) und das Gehalt beträgt 0. Null Euro.

Ich sah dann unter dem Punkt >>Ausbildung finanzieren<< nach und dort wurde altbekanntes wie Bafög aufgeführt, Nebenarbeit etc. und es stand dort:

"Soziale Hilfe im Sozialstaat.

Schülerinnen können generell einen Antrag auf Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem zweiten Sozialgesetzbuch stellen."

In dem Satz wird sich konkret auf SchülerINNEN bezogen. Gemeint ist mit "Sicherung des Lebensunterhalts" Hartz 4 oder nicht?

Es gibt schon Indizien. Einerseits finde ich das geringe Gehalt, das sich nur geringfügig ändert, mit den Ausbildungsjahren, ist ein Indiz für die These, dass Mädchen in ALG II getrieben werden... Mädchen die sich für "mädchenhafte" Themen interessieren wie z. B. Blumen, bekommen dafür wenig Geld. Sie müssen von den nichtmal 680 euro ihre Miete zahlen (meistens werden volljährige Mädchen von zuhause rausgeworfen oder rausgeekelt bevor sie 20 sind*) Rechnungen und davon leben. Ich denke die wenigsten erhalten Bafög, die wenigsten Wohngeld.

Das andere Indiz ist der zitierte Text. Die machen das ja ganz schadenfroh, "sie können ja..." ja zuhause bleiben, Hartzlern, Kinder machen...

Hier ist der Link zu der Seite. Auf der steht ein Stück weiter unten der zitierte Text:

www.azubi.de/beruf/tipps/schulische-ausbildung-finanzieren

*www.zdf.de/nachrichten/panorama/kinder-wohnen-100.html

Hier habe ich einen Bericht in dem darauf hingewiesen wird, dass Jungen länger zuhause bleiben dürfen. Ich schreibe das bewusst so, weil ich Hirrelmanns Irrtum nicht propagiere. Es ist eher ein Zeichen von Misogynie, dass Mädchen von zuhaus vertrieben werden, somit mutterlos (und evtl. vaterlos, wenn der sie nicht schon vorher im Stich lies) hunz und kunz ausgesetzt werden. Ich kenne das leider aus eigener Hand.

Fragt euch ob das zu weit hergeholt ist. Ich finde nicht.

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Naja, es wird doch ständig gefordert, dass man einfach mal die Form mit "innen" verwendet (Stichwort Gendern und so weiter). Und jetzt tut es einer mal und dann ist es auch wieder nicht recht. Hätten die da nur von Schülern gesprochen, hättest du dich vermutlich aufgeregt, dass nur männlichen Schülern die Ausbildung finanziert wird und ob denn nicht an die Mädchen gedacht wird.

Also ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass sich die Finanzierung nur an das weibliche Geschlecht richtet.
17.01.2021 um 22:50

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Bist du da nicht deinem eigenen Vorwurf erlegen? Du schreibst selber von Berufen, die mit Weiblichkeit verbunden werden. Es hält doch keine Frau davon ab, einen Beruf zu ergreifen, der mit Männlichkeit verbunden wird.

Oder wird da wirklich nur eine Floristin gesucht und Männer dürfen diesen Beruf gar nicht ergreifen?

Dann zitierte Artikel spricht ja sogar noch für die Frauen und gegen die Männer (Frauen sind selbstständiger, selbstbewusster, haben die bessere Bildung, die Emanzipation der Männer ist ins Stocken geraten etc.). Okay, du sagst dass dies für dich ein "Irrtum" ist. Aber wieso sollten denn alle Eltern im Schnitt ihre Töchter aus Frauenfeindlichkeit aus dem Haus werfen? Sind Frauen nicht früher reif als Männer und wollen selbständig sein? Kannst du deine Theorie noch begründen, wieso das alles nicht stimmen soll?
18.01.2021 um 21:46

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