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Schlagen Männer Frauen tatsächlich mehr in der Pandemie oder wird Männergewalt gegen Frauen mehr beachtet?

Frage von Gast | 12.01.2021 um 11:41

Tag Euch, weiß jemand hier was ob Männergewalt gegen Frauen während der Covid-Pandemie tatsächlich angewachsen ist oder das Interesse der Wissenschaft, Polizei und der Medien über misogyne Männergewalt gestiegen ist?

Wenn die Männergewalt gegen Frauen an sich gestiegen ist, kann mir vielleicht jemand antworten, woran das liegt, gerade zu Zeiten einer Pandemie, das Männer gewaltätiger/misogyner werden?

Quellenagaben zu Studien, Analyseberichten aber auch Thesen usw. sind sehr willkommen. Mich interessiert das Thema sehr, danke für jede Mithilfe!

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Ich persönlich kenne jetzt keine wissenschaftlichen Studien, aber du hattest ja auch nach Thesen und generellen Meinungen gefragt. Daher möchte ich darauf eingehen, was ich persönlich mir vorstellen könnte.

Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass beide deiner Annahmen zutreffen:

  • Auf der einen Seite hocken im gleichen Haushalt lebende Männer und Frauen durch mangelnde Ausgangsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten oder Home-Office mehr zu Hause aufeinander. Gleichzeitig ist es für viele eine schwierige Zeit (Jobverlust droht, finanzielle Schwierigkeiten, Krankheiten in der Familie, Angst vor der Zukunft). In der Summe also alles Faktoren, die häusliche Gewalt begünstigen können.
  • Auf der anderen Seite wird Gewalt zunehmend häufiger (zu Recht) beachtet und in (zum Beispiel den medialen) Fokus gestellt. Während man noch vor einigen Jahren diese Dinge eher heruntergespielt hat, wird es heute tendenziell eher hochgespielt (obwohl auch noch genug Opfer aus welchen Gründen auch immer schweigen, so dass nach wie vor immer noch eine viel zu hohe Dunkelziffer erwartbar ist).

Mein Fazit ist daher, dass die aktuellen Zeiten der Pandemie sowohl begünstigen, dass die Gewalt zunimmt, aber auch gleichzeitig Gewalt mehr beachtet und weniger verharmlost wird.
12.01.2021 um 17:11

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Da du eine doch neutrale und diplomatische Antwort gegeben hast, möchte ich konkret danach fragen, ob du vielleicht eine psychoanalytische/psychologische Ursachenthese aufstellen kannst zu BEIDEN Annahmen.

Also warum ist die Öffentlichkeit mehr an misogyner Männergewalt interessiert bzw. an "partnerschaftlicher Gewalt" ? und warum haben existenzielle Bedrohungen (Pandemie, Jobverlust, Krankheit in der Familie usw. was du nanntest) offenbar eine Triebkraft auf Männer gewaltätig gegenüber Frauen/Mädchen/dem Weiblichen zu werden?

Würde mich freuen wenn du dir die Zeit nimmst, dahingehend "herumzutüfteln".

Gruß
15.01.2021 um 21:56

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