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Ist ein Mindestlohn gerecht?

Abstimmung von Herr Lohmann | 10.09.2021 um 22:45

In jedem Wahlkampf überschlagen sich linke Politiker mit den Forderungen nach einem immer höheren Mindestlohn.

Ich würde gerne mit euch das Thema diskutieren und die Argumente für und gegen einen Mindestlohn mit euch austauschen.

Abstimmung

2 Stimmen (14%)
Ein Mindestlohn ist gerecht
10 Stimmen (71%)
Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig
2 Stimmen (14%)
Ein Mindestlohn hat Vorteile und Nachteile

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AntwortenPositivNegativDatumStimmen
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Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig: Wenn ein Politiker eine Erhöhung des Mindestlohns um sagen wir 10 oder 20 % fordert, bedeutet das auch, dass die Betroffenen Arbeiter 10 oder 20 % produktiver sein müssen, damit sich der Betrieb überhaupt noch lohnt.

Mit anderen Worten kippen bei jeder Erhöhung weitere Menschen vom Tisch, die aus welchen Gründen auch immer diese Produktivitätssteigerung nicht mitmachen können. Und dabei handelt es sich leider meistens um die Ärmsten!
11.09.2021 um 23:04

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Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig: Die Sache mit dem Mindestlohn ist eine Milchmädchen-Rechnung! Der einzige der davon profitiert ist der Politiker, der einen immer höheren Mindestlohn fordert und dabei Wähler anzieht, die das Geldsystem nicht durchschauen und meinen, sie könnten sich durch einen höheren Mindestlohn mehr leisten. Dem ist aber nicht so.

Das einzige was nämlich bei einer Erhöhung des Mindestlohns passiert, ist, dass es für alle Menschen teurer wird. Die Menschen haben bei einem höheren Mindestlohn zwar subjektiv mehr Geld in der Tasche, können sich damit aber immer weniger leisten.

Dadurch dass der Mindestlohn in sehr kleinen Schritten erhöht wird, fällt dieser Prozess aber so schleichend aus, dass er den meisten Menschen gar nicht auffällt. Daher möchte ich euch 2 Beispiele geben, wodurch das Problem offenbar wird:

Mindestlohn von 1000 Euro: Wir stellen uns fiktiv einen gesetzlichen Mindestlohn von 1000 € für jeden Arbeiter vor. Was würde passieren? Die Firmen müssten pro Stunde und pro Arbeiter 1000 Euro plus Sozialausgaben etc erwirtschaften. Das wäre nur möglich, indem die Firma ihre Produkte massiv erhöht. Alle Produkte würden massiv im Preis steigen und unser Arbeiter wäre zwar nach kürzester Zeit Millionär, könnte sich dafür aber nichts kaufen. Im Endeffekt hätte man einfach nur zwei Nullen an die heutigen Beträge angehängt.

Mindestlohn von 1 Euro: Auch das Gegenteil wäre möglich. Jeder bekommt maximal 1 Euro pro Stunde für seine Arbeit. Was würde passieren? Die Produktion und Produkte würden extrem billig werden und auch in diesem Gedankeninstrument könnte sich unter Arbeiter nach der Maßnahme genau dasselbe leisten wie zuvor. Allein der Preis hat sich geändert indem eine Null gestrichen wurde.

Wie wir sehen ist der absolute Geldbetrag nur relativ. Ob wir nun an unsere heutigen Werte Nullen hinzufügen oder Nullen streichen macht keinen Unterschied. Wir merken diesen Effekt nur nicht, weil er in so kleinen Sprüngen vollzogen wird. Was bleibt sind leere Politikerversprechen.
12.09.2021 um 18:05

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Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig: Ich finde das ein Mindestlohn und die damit einhergehende Verteuerung aller Produkte und Dienstleistungen ein Verbrechen an den Sparern und Selbständigen ist!

Das ersparte Geld verliert an Wert und es lässt sich immer weniger damit kaufen.

Profitieren tut nur derjenige, der im System drin steckt und einen entsprechenden Arbeitgeber hat. Dem normalen Selbständigen zahlt niemand einen Mindestlohn, stattdessen geht immer mehr Zeit für unnötige Bürokratie und andere Hürden drauf, was den durchschnittlichen Lohn pro Stunde weiter senkt. Ich kenne Selbständige, die sich kaputt arbeiten und im Schnitt trotzdem nur auf einen oder zwei Euro pro Stunde kommen. Trotzdem müssen diese Menschen die gleichen teuren Preise bezahlen wie die durch den Mindestlohn subventionierten Menschen. Gerecht finde ich das nicht!

Noch mehr gekniffen sind die Selbständigen, die darauf angewiesen sind, ins Ausland zu verkaufen. Dort können sich dann noch weniger Menschen die dadurch immer teurer werdenden Preise leisten, wodurch der Selbständige noch weniger verdient.
12.09.2021 um 19:28

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Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig: Erst kürzlich habe ich einen Wirt im Fernsehen gehört, der sagte, dass er seine Getränke von 3 € auf 4 € erhöhen müsste, wenn der Mindestlohn auf 12 € steigen würde.

Beim aktuellen Mindestlohn von 9,60 € müsste ein Arbeiter 1 Stunde arbeiten um sich 3 Getränke leisten zu können und hätte dann noch 60 Cent übrig. Mit dem neuen Mindestlohn könnte sich der Arbeiter nicht einen einzigen Kaffee mehr leisten und Geld wäre gar keins mehr übrig.
12.09.2021 um 20:33

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Ein Mindestlohn ist ungerecht / unnötig: Ich habe auch noch ein Beispiel aus meinem eigenen Leben, dass die Ungerechtigkeit von Mindestlohn zeigt. Es geht dabei um den Nachtwächter in meinem Fitnessstudio.

Dieser Nachtwächter hat damals, als es noch gar keinen Mindestlohn gab, einen kleinen Obolus dafür bekommen, sich abends in das Fitnessstudio zu setzen. Er hat dann ein Buch gelesen, sich ein wenig unterhalten und war froh einmal von zu Hause rauszukommen.

Als dann der Mindestlohn eingeführt wurde, hat das Fitnessstudio dem Nachtwächter das Angebot gemacht, er könne seinen Job behalten, müsste dann aber noch zusätzlich Putzarbeiten erledigen. Wie einer meiner Vorredner schon sagte, umso höher der Mindestlohn, umso produktiver müssen die Menschen werden - rumsitzen ist dann nicht mehr!

Nun muss man dazu sagen, dass der Nachtwächter körperlich stark eingeschränkt war. Er hat es kurz mit dem Putzen versucht, aber es war ihm körperlich einfach nicht möglich. Deswegen sah er sich gezwungen, von sich aus zu kündigen und die Stelle aufzugeben.

Durch seine körperliche Einschränkungen hat der arme Mann bis heute keinen neuen Job gefunden. Er trauert immer noch seine Aufgabe im Fitnessstudio hinterher und war mit seinem Lohn vollkommen zufrieden. Ihm war klar, dass es fürs rumsitzen nicht mehr Geld geben kann und wäre liebend gern für seinen kleinen Lohn wieder ins Fitnessstudio gekommen. Schließlich ging es ihm auch um die soziale Komponente, da ihn Zuhause nie jemand besucht hat.

Wie man sieht, das soziale Klima wird rauer, nicht zuletzt durch solche unüberlegten Maßnahmen.
12.09.2021 um 23:14

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