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Der Unterschied zwischen Viren und Bakterien

Info von MediMan | 25.08.2013 um 22:16 Uhr

Bis auf die Tatsache, dass uns sowohl Bakterien als auch Viren krank machen können, haben Bakterien und Viren nicht viel gemeinsam.

Aussehen und Aufbau

Der erste Unterschied betrifft schon das Aussehen und den Aufbau von Viren und Bakterien. Die meist länglich geformten Bakterien sind bis zu 100 mal größer als die meist rundlich strukturierten Viren. Daher kann man Bakterien auch noch leicht mit einem normalen Mikroskop erkennen, während für Viren schon ein Elektronenmikroskop nötig ist. Viren kommen auf eine Größe von 15 bis 440 Nanometer während Bakterien zwischen 0,1 und 700 Mikrometer groß sind.

Viren bestehen meist nur aus einer Kapsel, die das Erbgut enthält während Bakterien echte kleine Lebewesen mit einer Zellwand und einer inneren Struktur sind. Viele Bakterien besitzen sogar Geißeln, mit denen sie sich fortbewegen können.

Vermehrung

Der zweite große Unterschied liegt in der Vermehrung. Bakterien vermehren sich durch Zellteilung. Das Bakterium teilt sich dafür in der Mitte, so dass aus einem Bakterium zwei neue werden, die sich dann wieder teilen und vermehren können. Viren können das alles nicht selbstständig und sind daher auf fremde Zellen angewiesen. Befällt ein Virus eine fremde Zelle (diese nennt man dann Wirtszelle), schleust das Virus seine eigenen Erbinformationen in die Zelle ein, so dass die Wirtszelle dann damit beginnt, weitere Viren nach diesem Bauplan zu produzieren und der Virus sich auf diese Art und Weise vermehrt.

Viren sind keine Lebewesen

Demnach besitzen Bakterien einen eigenen Stoffwechsel, während Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben. Aus diesem Grund werden Viren im Gegensatz zu Bakterien auch nicht zu den Lebewesen gezählt.

Wie uns Viren und Bakterien krank machen

Nachdem wir gehört haben, wie unterschiedlich Viren und Bakterien aufgebaut sind und sich vermehren, können wir uns sicherlich leicht vorstellen, dass uns Viren und Bakterien auch auf verschiedene Weisen krank machen.

Während es bei Bakterien hauptsächlich deren Ausscheidungen, Abwehrstoffe und Stoffwechselprodukte sind, die uns krank machen, können uns Viren auf vielfältige Weise schaden. Zunächst zerstören Viren natürlich unsere Zellen, durch die Umprogrammierung ist aber im Prinzip möglich, unseren Körper beliebig zu ändern und zu beeinflussen.

Mehr zu diesem Thema in den Fragen Warum Viren uns krank machen und Warum uns Bakterien krank machen. Trotzdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es auch genügend gute Bakterien gibt, ohne die wir nicht leben können. Zum Beispiel im Darm.

Behandlung von Viren und Bakterien

Zur Behandlung von Bakterien werden meist Antibiotika eingesetzt. Ein Antibiotikum kann die Zellwand der Bakterien angreifen, die sich von den menschlichen Zellen unterscheidet, so dass nur die Bakterien zerstört werden. Andere Antibiotika können Bakterien auch an ihrer Vermehrung hindern.

Viren besitzen keine Zellwand und keinen eigenen Stoffwechsel, deswegen können Antibiotika hier nicht helfen. Daher kann nur unser Immunsystem selbst gegen die Viren vorgehen. Medizin kann das Immunsystem unterstützen oder die Krankheitssymptome lindern. Außerdem helfen Impfungen dabei, das Immunsystem auf Bestimmteviren vorzubereiten und schon im Vorhinein Antikörper zu bilden.

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