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Autokauf: Wie erkenne ich einen manipulierten Tacho?

Info von Ghostrider | Letztes Update am 28.03.2018 | Erstellt am 12.07.2015

Insider sprechen davon, dass heutzutage bereits jeder dritte Tachometer eines angebotenen Gebrauchtwagens manipuliert ist. Denn das Geschäft mit einem zurückgestellten Tacho lohnt sich: Im Schnitt verdienen Händler 3000 Euro mehr, wenn sie den Kilometerstand manipuliert haben.

Was kann man also tun, wenn man einen Gebrauchtwagen kaufen möchte? In dieser Info möchte ich einige Tipps dazu geben, wie man erkennen kann ob am Tacho gedreht wurde.

Gebrauchsspuren

Überprüfen Sie das Auto ausgiebig auf Gebrauchsspuren und schauen Sie, ob Kilometerstand und Abnutzung zusammenpassen. Wenn Lenkrad und Schalthebel vergriffen sind, der Fahrersitz durchgesessen ist, die Pedale verschlissen sind und der Tacho trotzdem erst 15.000 Kilometer zeigt, ist dies sehr verdächtig. Aber Vorsicht: Viele Gebrauchtwagenhändler ersetzen abgenutzte Teile vor dem Verkauf. Daher spricht eine einwandfreie Innenausstattung nicht zwangsweise für ein frisches Auto.

Belege

Lassen Sie sich beim Kauf alle Belege über Reparaturen, Hauptuntersuchungen (HU), Abgasuntersuchungen (AU), Ölwechsel und Service-Checks zeigen. Im Inspektionsheft, in den HU-Berichten und in den Rechnungen von Reparaturen ist die Kilometerleistung vermerkt.  Fehlen hier die Nachweise oder gibt es Lücken (zum Beispiel keine Belege aus den letzten fünf Jahren) sollte man sich nicht auf die Aussage des Händlers verlassen und lieber Abstand vom Kauf des Autos nehmen. Aber auch bei perfekt geführtem Checkheft ist Misstrauen geboten: Profis drehen den Kilometerstand vor jeder Untersuchung zurück, so dass es zwar lückenlose Belege gibt und die Kilometerleistung in sich schlüssig ist, aber trotzdem viel mehr gefahren wurde als auf den Belegen steht.

Ölwechsel und Zahnriemenwechsel-Aufkleber

Auch mit dem Ölwechsel-Aufkleber lässt sich auf die gefahrenen Kilometer schließen. Da alle 30.000 bis 40.000 Kilometer ein Ölwechsel ansteht, lässt sich aus der Aussage "Nächster Ölwechsel bei 200.000 km" schon viel ablesen - vorausgesetzt der Aufkleber wurde nicht auch manipuliert. Das gleiche gilt für den Zahnriemen-Aufkleber.

Vorbesitzer

Über den Fahrzeugbrief oder die Zulassungsbescheinigung lässt sich der Vorbesitzer des Autos feststellen. Manchmal kann es hilfreich sein, diesen zu kontaktieren und weitere Informationen einzuholen.

Gebrauchtwagencheck

Werkstätten, Dekra und TÜV bieten Inspektionen für Gebrauchtwagen an. Dabei schauen die Prüfer auch auf Dinge, die der Laie nicht unbedingt ohne weiteres beurteilen kann: Zu nennen sind hier insbesondere Motor, Getriebe, Bremsen, Räder, Achsen und der Unterboden des Autos. In den meisten Fällen lohnt es sich vor dem Kauf den Wagen einmal durchchecken zu lassen, zum Beispiel auf einer Probefahrt (am besten vorher Termin geben lassen). Das Geld für den Check ist in den meisten Fällen gut investiert, der die Experten in der Werkstatt relativ zuverlässig sagen können, ob der Zustand des Fahrzeugs zum Kilometerstand passt. So lässt sich eine Tachomanipulation leicht erkennen.

Natürlich können auch diese Tipps keine hundertprozentige Sicherheit geben, echte Betrüger können schließlich auch jeden noch so gut aussehenden Beleg fälschen. Daher sollten Sie zusätzlich auch Ihren gesunden Menschenverstand benutzen und nicht auf eine allzu verlockendes Angebot herein fallen. Gerade wenn ein Auto deutlich günstiger angeboten wird als vergleichbare Wagen mit ähnlicher Ausstattung und Leistung sollte man sehr skeptisch sein. Vertrauen und Seriosität des Händlers sind hier sehr wichtig.

Falls Sie noch weitere Tipps und Tricks kennen, schreiben Sie einfach einen Kommentar und ergänzen Sie dadurch meine Liste.

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