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Worauf beziehen sich "erzählen, sagen, reden, sprechen, diskutieren"?

Frage von Gast | 04.08.2021 um 10:20

Zum Beispiel:

- hat „sagen“ was mit „den Sagen“ zu tun?

- „er-zählen“ nimmt Bezug auf den Inhalt eines Gespräches der was mit Zählen/rechnen zu tun hatte? Und darauf wer erzählt = der Mann?

- Leitet sich „diskutieren“ auch von „diskriminieren“ und „rekrutieren“ ab? In Anlehnung, dass jemand im Gespräch sowohl attackieren (diskriminieren, mobben) kann als auch von seinen Ideen überzeugen (rekrutieren, missionieren etc.)

- und „sprechen“ könnte mit „rächen“ (denn; Ge„spräch“) oder „rechnen“ was zu tun haben ?

- „reden“ könnte sich auf „deutsch sprechen“ beziehen?

re-„den“. Das „de“ für „deutsch“? Oder was mit „Eden“ zu tun haben?

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11 Stimme

Natürlich steckt hinter so manchem Wort eine krude Entstehungsgeschichte und natürlich kann man auch das eine oder andere Wort von dem einen oder anderen anderen Wort ableiten.

Aber dennoch finde ich einige deiner Ideen hier schon ziemlich weit hergeholt. Wir haben nun mal nur 26 Buchstaben (plus Umlaute), da ist klar dass sich bestimmte Elemente wiederholen müssen - zumal es auch noch typische Elemente der deutschen Sprache gibt, die immer wieder kehren.

Am ehesten kann ich mir da noch die Verbindung zwischen "sagen" und "Sagen" vorstellen - am absurdesten finde ich die Verbindung zwischen "reden" und "de", zumal sich der Begriff "deutsch" sowieso erst später geprägt hat als die vorher in verschiedenen Mundarten gesprochene Sprache.
04.08.2021 um 17:31

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Wenn sich der Begriff "deutsch" später prägte, dann war "reden" vielleicht der ursprüngliche Begriff wovon sich "deutsch" ableiten ließ?

Ich kann mir vorstellen, dass auch der Begriff "Erde" so entstand, aber wovon der sich ableitet weiß ich nicht. "Erde" könnte auch die eingedeutschte Version von dem englischen "Earth" sein und ist auf jeden Fall androzentrisch durch das Er.

Meinst du mit "krude Entstehungsgeschichten" androzentrisch?

Soweit ich als bildungsferne Laie urteilen kann (habe nix studiert und keinen Abschluss), sind die ger-man-ischen Sprachen androzentrisch. Entweder sie waren ganz am Anfang schon so, oder sind es erst geworden.

Zur Sprache fiel mir noch ein: "Ohne Sprache keine Kommunikation, ohne Rechnen kein Handel"

Ich glaube ich habe begriffen, wie ursprünglich und fundamental Sprache und Rechnen sind. Darauf bauen die ganzen Vaterstaaten auf, von denen Deutschland nur einer ist. Aber immerhin leben hier gut 85 Millionen. Davon wahrscheinlich über die Hälfte Männer.

Weiter ist mir aufgefallen, dass es Millionen an Analphabetinnen gibt und "Anal-phabetismus" wie "M-oral" sich auf Öffnungen sicherlich von Menschen beziehen.

Woher kommt das?

Besonders interessant, ist der Begriff "Moral" - weil der lässt darauf schließen, dass durch Sprache eine solche erst entsteht. Sind Anal-phabetinnen also unmoralisch?

Ich finde leider werden sie genauso behandelt.

Darauß leite ich ab, dass das Patriarchat, auch auf androzentrische Sprache angewiesen ist.

Dazu gehören auch die Schimpfworte gegen Frauen, intergeschlechtliche Frauen und Tiere.

Und das die Lebensrealitäten solcher entweder durch das generische Maskulinum (man, er, Kunde...) komplett ausgelöscht oder via Sonderzeichen (-_/*), oder Anhänger (-in, - innen) als randständig, unnormal dargestellt sind und nie als etwas zentrales.

Ich habe mich auch weiter mit optischen ich nennen sie "sprachlichen Androzentrismen" beschäftigt. Also Begriffe die optisch schon vermuten lassen wer! gemeint ist.

Nor-Male, Per-son, je-man-d, Er-zeuger... etc.

Begriffe die also mit -male, -son, man gebildet werden, oder solche die auf -er oder -r enden oder mit Er- anfangen, beziehen sich in der Regel auf das männliche Geschlecht.

Wie es in anderen Sprachen aussieht weiß ich nicht. Ich interessiere mich für isländisch und faroesisch.
06.09.2021 um 20:20

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