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Gibt es auch Frauen die mit Vorstrafe und psychiatrisiert eine Partnerin haben?

Frage von Divers | 20.03.2021 um 15:06

Ich würde gern mal wissen ob das nur bei mir so ist, dass ich keine habe oder ist es nicht vielmehr generell so, eben weil es als ausselektierte Frau (vorbestraft, psychiatrisiert, und generell damit arm) noch mal eine Abstoßungen mehr darstellt.

Die meisten Frauen wollen doch eigentlich gar nichts von Frauen wissen und wenn eine drein kommt die Frau ist und dann mit diesen Problemen noch dazu...

Ich habe auch festgestellt, dass nicht mal irgendwie solche die ähnliche "Eigenschaften" haben,  mich persönlich zu mögen scheinen. Ich bin selbst zwischen denen eine Randständige - eine Außenseiterin unter Außenseiterinnen. Aber geht das wirklich nur mir so oder...

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Grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, dass jeder einen Partner finden kann, ganz unabhängig von der Vorgeschichte.

Paare bilden sich ja häufig in Settings, in denen Menschen aufeinandertreffen. Dass zwei Menschen im gleichen Setting aufeinandertreffen setzt in den meisten Fällen voraus, dass diese Menschen auch einen gleichen oder ähnlichen Background haben, sei es jetzt die Vorgeschichte oder die gleichen Interessen.

Insoweit ist es auch möglich, dass sich zum Beispiel im Rahmen einer Psychiatrie Pärchen bilden, dafür kenne ich viele Beispiele. Das widerlegt ja schon deine Annahme, dass es grundsätzlich nicht möglich wäre.
21.03.2021 um 16:24

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Aber als Pessimistin? Als eine die weder optisch noch materiell, noch charakterlich normal ist?

Die Klapsen- Pärchen die du erwähnst, kenne ich auch bereits. Ich war ja mal in der Kinder- und Jugendklapse, da haben sich auch zwei (Junge > Mädchen) scheinbar gefunden. Einige Mädchen scheinen Freundinnenschaften geschlossen zu haben.

Nur ich war mal wieder die Hässliche mit vielen weiteren Diskriminierungsmerkmalen, genau wie in der Schule.

Ich muss offenbar allein leben, bin zu auserirdisch. Wenn ich wenigstens zeichnen und malen könnte, aber dazu kann ich mich nicht aufraffen.

Empfindungen in fertige Buchstaben und fertige Begriffe zu packen ist die einzige Ausdrucksform, die mir gelernt wurde. Funktioniert das mal nicht und ich werde wütend, bleibt mir nur meine Vorstellungen oder manchmal denke ich echt, ich laufe Amok, bringe irgendjemand um, wenn aggressive Vorstellungen nicht reichen und ich diese weder zeichnerisch noch musikalisch umsetzen kann.

Mein Erzeuger ist ein Bastard, ein hetero-sexistischer Idiot, fast wie Homer Simpson und überhaupt nicht liebenswert. Mir wurde oft gesagt, ich käme nach dem (optisch). Wieso dann nicht auch, wenn es um Impulskontrolle geht und Talente von denen ich nur notdürftig was habe. Geschwister können sich gar nicht zügeln.

Aber mir fällt es je älter ich werde schwerer. Vor allem meinen Erzeuger und seine Abbilde nicht einfach qualvoll umzubringen.
14.05.2021 um 19:38

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Ich hasse die einfach wie die Pest. Die haben mir eigentlich immer nur Schaden zugefügt und niemand tilgt das.
18.06.2021 um 16:31

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Mich würde mal interessieren, wie du mit deiner Vorgeschichte umgehst im Bezug auf andere Menschen und insbesondere beim Kennenlernen einer potentiellen Partnerin.

Wenn du eine neue Frau kennen lernst, kann diese ja noch gar nichts über deinen Hintergrund wissen und sollte daher neutral gegenüber dir stehen. Wenn du jetzt natürlich als erstes erzählst, dass du bereits vorbestraft ist, ist klar, dass dies erst mal abschreckend auf eine potentielle Partnerin wirkt. Sie wird dann alles weitere in dem Licht sehen, was sie sich unter einer Vorbestraften vorstellt.

Wenn du dich dagegen zunächst von deiner besten Seite präsentierst, wird sie ein ganz anderes Bild von dir bekommen. Das heißt natürlich nicht, dass du deine Vergangenheit komplett verschweigen musst. Aber wenn du damit erst später "rausrückst" und deine Partnerin dich schon mag oder weiß, dass du zu ihr anders bist als das Klischee, dann wird sie es (wenn sie eine gute Partnerin ist) auch genauso akzeptieren.

Von daher, vielleicht erzählst du mal ein bisschen darüber, wo und wie du versuchst hast, eine Partnerin zu finden. Vielleicht finden wir da das Problem.

Klar, die meisten Frauen stehen auf Männer, der Prozentsatz spricht erst mal dafür, dass es schwierig für dich werden kann, aber trotzdem brauchst du doch nur eine Frau und nicht alle.
21.03.2021 um 20:43

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>Wenn du dich dagegen zunächst von deiner besten Seite präsentierst,<

Leider gibt es bei mir keine solchen Seiten. Deswegen versuche ich meistens mich irgendwie zu verkriechen, zu verstecken. Ich bin ungern draußen und zwischen Menschen (selbst Verwandten) fühle ich mich auch beengt und meistens unverstanden.

Mir geht es halbwegs gut, wenn es so ist wie jetzt, dass ich mit mir allein bin bzw. mit mir zusammen bin und weiß ich muss meine Wohnung heute oder den nächsten paar Tagen nicht verlassen und es kommt niemand von meinen Verwandten um nach mir zu schauen.

Kontrollbesuche sind zum Glück relativ selten und Wasserablesen usw. vom Vermieter noch seltener.

Aber jedenfalls, die paar nahen Frauen in meinem Umfeld sind hauptsächlich Amtspersonen. Die sind viel älter als ich, typisch heterosexistisch und haben meistens Kinder etc.. Die stehen in einem  sachlichen Verhältnis oder richterlichen Verhältnis zu mir. Vielleicht kommt einmal wenn ich 60 oder älter bin noch eine Pflegekraft hinzu die mich füttert, wäscht und anzieht - das wird dann sicher die Einzige sein, bei der ich so was wie Zärtlichkeit erfahre. Oder auch nicht... Ich will nicht unbedingt ein Pflegefall sein und so alt muss ich auch nicht werden.

Lesben-Orte im Internet und Bars, Seminare usw. suche ich nicht auf. Das liegt auch daran, dass ich dorthin keinen Zugang kenne. Der Weg ist mir auch wegen den Km unzugänglich. Und ich glaube nicht, dass ich eine Einlasserlaubnis bekomme oder akzeptiert werde und fühle mich emotional diesen Orten gegenüber abgestoßen. Ich muss dort nicht körperlich sein.

Das einzige wo ich fremde Frauen ab und zu antreffe ist auf der Straße, im Supermarkt, die Bibliothek, die Postfiliale (wenn ich mal was Retour schicken muss), Sparkasse und bei Ärzten. Aber das sind lose befremdete Erscheinungen. Die gehen nicht mal als Bekanntschaften durch und ich kann zu denen keinen näheren Kontakt aufbauen.

Ich bin an diesen Orten
immer schon vorbelastet, wegen meinem hässlichen Äußeren und wegen meiner Absichten die mich dort an diese Orte bringen, wo ich diese losen Frauenerscheinungen höre, sehe oder seltener rieche (bzw. deren Parfum).

Auf der Straße/Bürgersteig laufe ich um Termine in Gebäude X wahrzunehmen bzw. um von A nach X zu kommen, weil bei X irgendwas ist was ich abholen kann. Im Supermarkt bin ich dort um Einzukaufen. Bei der Bibliothek um was auszuleihen. Usw. usf.

Wenn ich unter Leute muss, bin ich nie dort um eine Partnerin kennen zu lernen. Ich glaube auch nicht, dass die sich von mir gern anflirten lassen in so einer Umgebung und mit meinem Äußeren...

Ich sehe nicht aus wie Helene Fischer und auch nicht wie die meisten anderen "Lesben" aus den Medien.

Ich bin letzten endes nur eine Loserin, die auch wegen loserhafter Dinge vorbestraft ist. Einmal Schulschwänzerei und dann bekam die Polizei mit das ich mich wehrte was als Gewaltanwendung (Körperverletzung) behandelt wurde. Beide Verfahren wurden eingestellt, aber vermerkt ist es trotzdem in einer weiteren Akte, die mich beschreiben soll.

Ich hatte im Leben immer Pech gehabt und die paar weniger "pechigen" Momente, sind eben nur das - etwas weniger vom Schlechten, aber noch lange nicht gut.

Ich fühle mich wenn es darum geht, wie ich mein Leben bewerten soll, immer an Schopenhauers Worte erinnert. "Wäre die Welt nur ein wenig schlechter wäre sie nicht mehr."

Ich bin auch immer kurz vor dem Zusammenbruch. Besonders jetzt, weil es draußen wieder wärmer wird und die Sonnenstrahlen mehr blenden und verbrennen. Bei diesem Tageslicht sehe ich leider auch noch hässlicher aus als sonst.

Ich habe leider einige Hindernisse die mich von einem normalen angesehenen Leben abdrängen. Ich denke die wenigen lesbisch-identifizierten Frauen die es gibt, suche doch keine die so ein Problempaket ist wie ich. Diejenigen die mir ökonomisch gleichen also Hartz4 sind oder drunter, streben sicherlich wie die "Bürgerfrauen" nach einer von der sie bemuttert werden, mit der sie reisen können ... ein sonst normales Leben leben können.

Und bei mir, ich kann denen das nicht bieten. Ich bin keine mit der die leben wollen. Vielleicht ist es auch nicht möglich mit mir zu leben, sondern nur zu sterben. Ich kann daran nichts ändern oder wenig. Ich habe irgendwo die Hoffnung sobald ich virilisiert bin, dass sich ein Transmann für mich interessiert, der auch nur Mastektomie, Testosteron und Namensänderung machen lies. Die Vorstellung mit dem eine Beziehung zu haben, finde ich sogar lebbar, weil der mir mehr gleichen sollte als diejenigen die ich bislang so sah.
29.03.2021 um 21:57

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Du sagst, leider gibt es bei dir keine solchen Seiten. Dazu würde ich sagen: "Fake it until you make it".

Wichtig für dich ist, erst mal aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Und um überhaupt erst mal Kontakte herzustellen, solltest du auch alle Mittel nutzen, die möglich sind. Also erst mal so tun als ob, sobald es dir besser geht, wird dein Ich diesem anfänglichen "Fake" folgen.

Du bist scheinbar schon viel zu verunsichert und hast zu wenig Selbstbewusstsein, um deine wahren Stärken zu erkennen und auch anderen Menschen zu zeigen. Stattdessen machst du dich klein und gehst davon aus, dass es gar nicht funktioniert kann. Mit diesem Trick kannst du dies umgehen.
30.03.2021 um 23:30

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Wieso gehst du denn davon aus, dass du keinen Einlass bekommst und von diesen Menschen nicht akzeptiert wird? Das sind doch bloße Vermutungen, du hast es nicht einmal probiert. Gerade im Internet kannst du doch erst mal ganz unbefangen und ohne dass man dich sieht mit anderen Frauen chatten. Und du musst diesen Frauen auch überhaupt nichts bieten. Es reicht doch erst mal ein ganz normales Gespräch.

Außerdem musst du entscheiden, ob du nun allein sein möchtest oder nicht. Scheinbar scheint dir das Alleinsein teils ja sogar zu gefallen, keiner zwingt dich dazu, irgendeiner Norm zu entsprechen. Du musst keine Freunde haben, nur weil man Freunde hat. Frage dich selber, was genau du willst.
31.03.2021 um 23:47

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@Florabella

Ich denke die haben dort auch ihren Dresscode. Und Ansprüche an das Äußere. Aber ich gehe nur als Zwitter durch, nicht als Femme und nicht als Butch.

Und an das Alleinsein musste ich mich gewöhnen. Ich hätte schon manchmal gern eine Partnerin, aber ich fühle mich meistens in der Gegenwart von anderen  gefährdet gemobbt zu werden und schäme mich für mein Aussehen und meine Existenz.

Ich stehe dann auch schnell unter Stress und Schwitze. Jetzt im Sommer nur noch mehr. Das macht keinen guten Eindruck.

Mir fiel es sehr schwer vor paar Wochen zum Optiker zu gehen, wegen der Frauen dort. Und den Erste-Hilfe-Kurs für die Fahrschule habe ich abgesagt, weil ich nicht wusste, was dort für Jugendliche und Leute an dem Tag mitlernen.
18.06.2021 um 16:42

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Wenn man den Medien glaubt, sollen doch gerade die Menschen der LGBTQ-Community die tolerantesten und offensten Menschen der Welt sein! Demnach sollte es doch überhaupt kein Problem sein, in dieser Communities so akzeptiert zu werden, wie du bist, ganz gleich was du anhast oder ob du schwitzt. Zumal bei diesem Wetter aktuell sowieso jeder am schwitzen ist, da ist das ja auch nichts besonderes mehr!

Und wenn du dich wirklich über den Dresscode dort informieren willst, halte dich halt eine Zeit lang in der Nähe auf (setze dich an eine Bushaltestelle, ein Café oder dergleichen) und beobachte, wer da so ein und aus geht und was die Leute anhaben. Dann bekommst du ja einen Eindruck.
18.06.2021 um 18:34

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