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Wieso sieht die Autokennzeichen-Schrift so komisch proportioniert aus?

Frage von Gast | 01.09.2013 um 16:11

Ich habe eben den Artikel zur Schriftart von Nummernschildern angesehen und muss sagen, dass die Zeichen teilweise schon etwas komisch und nicht unbedingt zusammenpassend gestaltet sind. Auf diesen Gedanken bin ich schon damals bei der Einführung der neuen Nummernschilder gekommen, aber wenn man die einzelnen Zeichen alle nebeneinander sieht, ist es noch offensichtlicher.

Betrachten wir zum Beispiel das E und das F, fällt sofort auf, dass der mittlere Strich gar nicht auf einer Höhe liegt und die obere linke Ecke einmal abgerundet ist und einmal nicht. Auch das P und das R scheinen nicht wie bei anderen Schriften aus einem Guss zu sein. Die Mittellinie verläuft beim R viel höher, das R ist eckiger und hat eine Öffnung zur Mitte, was alles beim rund-designten P nicht der Fall ist. Auch die Zahl 0 und der Buchstabe O fallen aus dem Raster. Gerade das O sieht aus wie ein Osterei und fällt völlig aus dem Schriftbild heraus.

Umso mehr ich mir die Schrift ansehe, umso mehr frage ich mich was dieses Design eigentlich soll. Hätte man das nicht schöner hinbekommen können? Allein die Angleichung der Mittellinie hätte schon einiges für die Schönheit der Kennzeichen gebracht.

Bei der Schrift vom alten Nummernschild waren die Zeichen ja schließlich auch nicht so durcheinander und unstimmig - alles sah da noch aus wie aus einer Feder!

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Ob du es glauben wirst oder nicht, genau diese Unstimmigkeit im Design wurde bei der Entwicklung der Schrift extra berücksichtigt. 

Sinn dieser Sache war, dass die neue Schrift insbesondere zwei Kriterien genügen sollte: Zum ersten sollte die Schrift maschinenlesbar sein, zum zweiten sollte die Schrift fälschungssicherer werden.

Beide Kriterien setzen voraus, dass die Buchstaben untereinander möglichst gut unterscheidbar und damit unterschiedlich sind. Leicht zu verwechseln sind zum Beispiel die Null und der Buchstabe O, weswegen dies auch maximal unterschiedlich gemacht wurden. Da O zu einem ovalen Ei, die 0 eckiger mit einem Einschnitt. Damit lassen sich die Kennzeichen viel eindeutiger maschinell lesen und nicht mehr verwechseln. Dieses maschinelle lesen wird vermutlich in Zukunft noch wichtiger werden, zum Beispiel an automatischen Mautstellen oder zur Erfassung von Bewegungsprofilen von Fahrzeugen.

An den Buchstaben E und F lässt sich die verbesserte Fälschungssicherheit demonstrieren. So war es bei den alten Kennzeichen leicht, aus einem F ein E zu machen, da die Buchstaben bis auf den unteren Strich identisch waren. Dies ist bei den neuen Kennzeichen kaum noch möglich, da man ein abgewandeltes mit schwarzer Farbe ergänztes F sofort erkennen würde.
03.09.2013 um 15:02

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