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Gibt es jemand der sich minderheitenreflektiert mit der These von Jonathan Haidt beschäftigt hat?

Frage von Gast | 27.10.2020 um 11:04

Hallo,

Jonathan Haidt ist ein amerikanischer Sozialwissenschaftler, dessen These zum Konservatismus/konservativen Denken-Empfinden usw. auf deutschen Seiten bereits publiziert wurde.

Ein Artikel titelt zum Beispiel "Von Natur aus konservativ".

Nun zu meiner Frage. Ich möchte herausfinden erst mal, ob jemand weiß, ob es Haidts Worte waren, dass Konservatismus natürlich sei.

Und ich möchte wissen, falls ja, ob es jemanden gibt, der das so minderheitenreflektiert kritisiert wie ich:

Ich gehöre selbst zu mehreren diskriminierten Minderheiten also bin mehrfach-diskriminierungen ausgesetzt und vermute das Haidt durch seine These/ bzw. Journalisten mit dieser These das liberal-rechte, rechtskonservative und rechtsextreme Denken/Empfinden und Handeln der gesellschaftlichen Mitte(n) zu rechtfertigen versuchen.

Wie das beispielsweise bei der Heterosexualität/mit gegengeschlechtlichen sexuellen/ romantischen/freundschaftlichen Beziehungen getan wird.

Im Umkehrschluss wird dann Homosexualität und im Falle der These "konservatismus ist natürlich" (angeboren) linkes Denken/Empfinden und Handeln als unnatürlich gewertet.

Dies hätte ich aufgeklärt haben wollen.

Ich denke übrigens selbst leicht-biologisch deterministisch. Das heißt ich gehe persönlich davon aus, dass (linkes wie rechtes) Denken/empfinden, und jegliches Handeln natürlich durch unser Hirn und Gesamtkörperchemie bestimmt ist, das gentechnisch prä- und postnatal verändert werden könnte. Ich bin der Meinung, dass sozusagen sowohl linke als auch rechte Personen, ethische und unethische gentechnisch geschaffen werden können.

Jedoch ist mir schleierhaft ob Haidt seine These so meinte oder falls sie gar nicht von ihm stammt und eher in seinen Mund gelegt wurde, dann frage ich mich ob die Journalisten sie so gemeint haben könnte.

Soweit meine Gedanken dazu.

Wenn ihr nähere Infos habt, bitte schreiben.

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Ich finde es immer schwierig, wenn Dritte darüber nachdenken ob eine Person etwas so oder so gemeint oder gesagt haben könnte. Wir bewegen uns dann nahezu immer auf reiner Interpretations- und Auslegungsebene, die dem Original kaum gerecht werden kann.

Daher würde ich einfach mal Jonathan Haidt persönlich anschreiben und ihn mit deinen Fragen konfrontieren. Wieso Drittquellen benutzen, wenn die Primärquelle noch verfügbar ist.

Soweit ich das in Erfahrung bringen konnte ist er noch aktiver Professor, da halte ich es nicht für unwahrscheinlich eine Antwort zu erhalten. Sollte er antworten, würde ich mich natürlich darüber freuen wenn du hier darüber berichtest.

PS: Darf ich fragen, welchen Diskriminierungen du ausgesetzt bist (sofern du darüber reden magst).
27.10.2020 um 17:34

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