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Aus Hartz4 raus kommen in eine Ausbildung und Job geht das in meinem Fall?

Frage von Divers | Letztes Update am 10.06.2021 | Erstellt am 10.06.2021

Hallo. Ich wollte wissen, ob es für mich doch eine Ausbildung gibt,die ich machen kann, um an einen Job zu kommen.

Ausgangssituation ist leider Chaos:

- 8 Klasse Abgangszeugnis, kein Hauptschulabschluss geschafft

- zweimal Berufsvorbereitendes Jahr abgebrochen

- mehrere Klapsenaufenthalte, psychiatrische Diagnosen und Psychotherapien

- Kann nur ein Praktikum aus dem Jahr 2013 bei einem Fotografen vorweisen, bei dem ich nur die Negative zurechtschnitt, einscannte und in Ordnern einsortierte. Einmal waren wir geladen zu einem Bürgermeistertreffen an der Kirche und er lies mich ein paar Fotos schießen.

- Ich habe sonst keine Hobbys, bin nicht stark, schlecht in Mathe. Kann nicht mit anderen zsm. arbeiten und handwerklich habe ich auch nichts drauf. und meine Interessen sind eher theoretisch.


Bislang habe ich mir online mal Berufe und Ausbildungsplätze angesehen, die es im Bereich Bestattung gibt und Medien, Recht wie Rechtsdurchsetzung (Schuldeneintreiber z. B.). Aber das meiste scheitert irgendwie am repräsentierenden Milieu, der Ideologie dahinter und meiner körperlichen Schwäche, Langsamkeit. Ich kann leider gar nichts oder zumindest nicht unter dem Umständen wie sie angeboten werden. Vieles ist auch schulisch und da hatte ich schon immer leistungsmäßige und soziale Probleme. Ich bin schlecht im Rechnen, und Lesen-Schreiben ist ein Mittelding. Zeichnen kann ich gar nicht, sonst hätte ich vllt. Gravuren, Objekte, gemacht / erfunden.
Leider bin ich nirgendwo einsetzbar, außer Verpacken würde mich auch nichts weiter wirklich reizen.


Ich habe mir alternativ auch "grüne Berufe" angesehen, weil ich mich für das Tierwohl interessiere, jedoch sehe ich mich auch nicht dort in der Gruppe, dem Verein usw.


Am liebsten bin ich allein und blase Trübsal und ärgere mich darüber geboren zu sein. Ich war nichts, ich bin nichts, ich werde nichts - besonders weil ich nur Nichts kann. Das sind keine "Minderwertigkeitskomplexe" sondern einfach die Wahrheit.

Mir macht es auch schon Mühe einkaufen zu gehen. Wegen der Leute dort, Unhöflichkeiten, der Erinnerung an die unfairen Strukturen, der Kontrollinstanzen (Gefilmt werden, alles aufs Band legen müssen...) und dann der Transport (ich habe natürlich kein Auto). Ich wünschte ich hätte jemand dem ich einfach einen Zettel in die Hand drücke und der mir das was drauf steht ohne Meckern besorgt. Und jemand der mir dabei hilft schmerzfrei zu sterben wäre auch nicht schlecht.

Für mich gibt es bis heute keine Existenzsicherung, keinen Ort oder Platz an dem ich leben darf, wo ich zu 'etwas' werden kann. Ich existiere zwar biologisch aber eher wie eine Fliegenmade hinter dem Kühlschrank. Ich bin solang gedultet solang niemand von mir weiß oder niemand weiß, dass ich Schaden anrichte, oder sie noch am überlegen sind, was sie mit mir anstellen.

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