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Wieso der kleine Mann Großkonzerne lieben sollte

Artikel von Never Rich Enough | 03.06.2012 um 16:43 Uhr

Immer wieder hört man den "kleinen Mann" auf die großen, bösen und mächtigen Konzerne sowie den Kapitalismus schimpfen. Es wird immer wieder gefordert, die Großen zu schließen, kaputt zu machen oder ihnen das Leben möglichst schwierig und unangenehm zu gestalten. Und erst die Manager! Diese Versager sollten am besten alle hinter Gitter und man sollte gar nicht darüber nachdenken ihnen irgendeinen Lohn für ihre Arbeit zu zahlen. Nein, besser wäre es auch noch das bereits gezahlte Geld zurückzufordern.

Aber wieso eigentlich?

Stichwort Einkaufen

Betrachten wir das durchschnittliche Kaufverhalten der breiten Masse, ergibt sich ein erstes Paradoxon: Dieselben Menschen, die auf die Großkonzerne und ihre Praktiken schimpfen, würden am liebsten so billig wie möglich einkaufen. Sie achten auf Sonderangebote, bestellen billiger im Internet und selbst wenn es schon ein Supersonderangebot ist, wird noch gerne verhandelt um noch ein paar Euro zu sparen.

Das schöne am Kapitalismus ist ja, dass die Allgemeinheit entscheidet, wer oder was überlebt. Bietet ein Unternehmen Waren an, die niemand haben will, wird dieses Pleite gehen. Eine geniale Geschäftsidee dagegen, von der die Mehrheit profitiert wird sich durchsetzen. Mit anderen Worten: Der kleine Mann hat es in der Hand. Wenn der kleine Mann nicht mehr bei den Großkonzernen kauft, würde es diese bald nicht mehr geben. Stattdessen müsste der kleine Mann bei den teuren kleinen Unternehmen kaufen, die er sich aber nicht leisten will, selbst wenn er es könnte.

Aber warum? Entweder man ist gegen große Konzerne oder nicht. Wenn man dagegen ist sollte man auch nicht dort kaufen und von ihnen profitieren.

Stichwort Arbeitsplätze

Ein weiteres Paradoxon ergibt sich, wenn wir uns das Stichwort Arbeitsplätze ansehen. In den Medien wird das Thema äußerst einseitig betrachtet. Sobald ein Großkonzern Arbeitsplätze streicht, ist das Interesse und das Meckern groß. Dass aber erst diese Großkonzerne überhaupt ermöglichen, dass eine breite Masse überhaupt einen Arbeitsplatz bekommt und auch ständig neue Arbeitsplätze von großen Unternehmen geschaffen werden, wird gar nicht betrachtet.

Ohne die riesigen Konzerne, in denen viele Arbeitnehmer untertauchen und gut verdienen, müsste jeder selbstständig sein oder in Klein- und Kleinstunternehmen arbeiten. Dass dies unsicherer ist als in einem Großkonzern zu arbeiten steht außer Frage. Auch sind die Aufstiegschancen und die Chancen überhaupt einen hohen Lohn zu bekommen, in den Großunternehmen viel größer als in kleineren Unternehmen, wo die Rolle der Vorgesetzten schon für die nächsten Jahrzehnte feststeht. Gerade Arbeit für die man nicht besonders gut ausgebildet sein muss, gibt es fast nur in Massenfabriken großer Konzerne.

Wer profitiert

Die Liste könnte man ewig so weiter führen. Aber wieso ist der kleine Mann dennoch gegen Großkonzerne? Schreibt mir eure Meinung unter diesen Artikel, ich werde den Artikel bei Bedarf auch noch weiter anpassen und weitere Argumente aufführen.

Bis dahin steht für mich fest: Niemand profitiert mehr von den Großkonzernen als der kleine Mann der gleichzeitig ihr größter Gegner ist. Ich finde unter diesen Umständen kann man den Managern doch ihre Gehälter gönnen.

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