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Börse: Orderzusätze beim Verkauf von Wertpapieren

Info von Never Rich Enough | 01.06.2012 um 12:41

Beim Verkauf von Wertpapieren gibt man einen Orderzusatz zusammen mit der Wertpapierorder an, die genauer kennzeichnet, unter welchen Bedingungen die Order ausgeführt werden soll.

Wir unterscheiden dabei folgende Arten von Verkaufordern:

  • Bestens: Bestens ist eine unlimitierte Handelsoption. Das bedeutet, dass kein Limit angegeben wird, der den Verkauf auf irgendeine Weise vom aktuellen Kurs abhängig gemacht. Stattdessen wird mit "Bestens" versucht, die Wertpapiere sofort bestmöglich zu verkaufen. Unter Umständen kann es dabei passieren. dass die Wertpapiere zu einem schlechteren Kurs verkauft werden, als der aktuelle Kurs gerade ist, da es ansonsten kein passendes Angebot auf dem Markt gibt, die Aktien zu verkaufen.
  • Limit: Gibt man eine limitierte Verkaufsorder an, wird man zu seiner Verkaufsorder einen Kurs angeben, der mindestens erreicht werden muss, damit ein Verkauf stattfindet. Der Vorteil liegt darin, dass wenn man die Aktien verkauft auch wirklich das Geld bekommt, was man möchte. Der Nachteil kann aber sein, dass sich niemand findet, der die Papiere für diesen Preis haben möchte.
  • Stop Loss: Bei einer Stop Loss Order wird zusammen mit der Order ein Kurs angegeben. Wird dieser Kurs vom Wertpapier unterschritten wird eine Verkaufsorder des Wertpapiers automatisch ausgelöst. Sinn von "Stop Loss" ist demnach eine Schadensbegrenzung. Wollen wir den Kurs nicht die ganze Zeit beobachten, können wir einen "Stop Loss" Kurs angeben und sobald die Aktie unter den Kurs fällt, wird sie verkauft. Haben wir zum Beispiel Aktien für 15 Euro gekauft und sind die Aktien momentan bei 20 Euro, können wir einen Stop Loss von 18 Euro einstellen, damit der Kurs nicht unbemerkt unter die 15 rutschen kann ohne dass wir es merken. Selbstverständlich haben Stop Loss Handelsoptionen einige Tücken. Sinkt der Kurs sehr schnell, werden wir unter Umständen im oberen Beispiel die Papiere nicht mehr für die 18 Euro los und fahren dennoch Verluste ein, weil die Papiere zum Beispiel zu einem Kurs von 12 Euro verkauft wurden ohne dass wir dies wollten. Auch kann es schnell passieren, dass gerade bei schnell schwankenden Kursen eine Zacke im Kurs zu einer Stop Loss Ausführung führt, obwohl der Kurs im nächsten Moment wieder das höhere Niveau erreicht hat. Hier kommt es also genau darauf an, abzuschätzen, wo man sein Stop Loss genau platziert. Innerhalb von Stop Loss Ordern kann man noch zwischen unlimitierten und Stop Loss Limit Ordern unterscheiden. Unlimitierte Stop Loss Order führen zu einem Verkauf mit dem Zusatz "bestens", limitierte zu einem Limit-Verkauf - beide Arten haben wieder ihre Vorteile und Nachteile.
  • Trailing Stop Loss: Die Option "Trailing Stop Loss" ist eine dynamische Variante von Stop Loss. Abhängig vom aktuellen Kurs wird das Stop Loss Limit nachjustiert (prozentual oder absolut), so dass bei steigenden Kursen automatisch auch das Stop Loss Limit erhöht wird. Sobald der Kurs allerdings wieder beginnt zu sinken und unter das letzte Limit fällt, wird die Verkaufsorder ausgeführt.

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