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Warum braucht man heutzutage Zusatzsoftware um Musik auf MP3-Player zu laden?

Frage von Interest | 01.09.2013 um 23:36 Uhr

Wehmütig erinnere ich mich noch an die Zeit, in denen man einen tragbaren MP3-Player kaufte, auspackte und dann einfach mit dem USB Kabel mit dem Computer verbannt. Der Computer erkannte den Musikplayer automatisch, es öffnete sich ein Fenster wie bei einem USB Stick oder einer externen Festplatte und es war problemlos möglich, seine Lieder auf das Gerät zu übertragen, es funktionierte einfach problemlos.

Diese Tage scheinen inzwischen gezählt zu sein. Apple machte den Anfang, nur mit iTunes kann man den iPod bespielen. Mittlerweile sind andere Firmen gefolgt: Sony mit SonicStage, Microsoft mit Zune und so weiter.

Ich frage mich, was soll das Ganze? Verbraucherunfreundlicher geht es doch schon gar nicht mehr! Ich habe keine Lust immer irgendein Programm oder eine Software zu installieren, für jedes meiner Geräte. Normalerweise werden doch die Firmen immer damit, dass es immer einfacher wird. Wieso hat man hier bewusst eine Krücke eingebaut?

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Ich rege mich genauso darüber auf, wie du. Anstatt Glühbirnen zu verbieten, sollte man diese Zusatzsoftware verbieten oder zumindest optional machen und auch ein normales bespielen der MP3-Player erlauben.

Natürlich könnten die großen Firmen es problemlos hinbekommen, Geräte zu produzieren, die ohne Zusatzprogramme auskommen. Doch das ist nicht gewünscht. Wie die Hersteller von Druckern auch probieren, über die Patronen zu verdienen, möchten die Hersteller von MP3-Playern an der verkauften Musik verdienen.

Apple möchte daher gerne, dass die Nutzer die Songs aus iTunes kaufen und von dort aus auf ihren MP3-Player laden. Könnte man auch Songs ohne iTunes auf den iPod laden, würden viele Nutzer sich das Programm gar nicht installieren und dementsprechend weniger würden bei Apple kaufen.

Deswegen versuchen die Firmen den Kunden an sich zu binden und von sich abhängig zu machen. Die nächste Schritt sind dann die Musik-Cloud-Dienste, wo der Zugriff auf "seine eigene" gekaufte Musik nur solange besteht, wie man die monatlichen Gebühren bezahlt. Bezahlt man sie nicht mehr, ist der Zugriff weg. So kommt man ab einer bestimmten Größe einer Sammlung gar nicht mehr drum herum, bei einem bestimmten Anbieter zu bleiben. Und neue Musik kauft man natürlich auch nur dort. Ich finde, so etwas sollte verboten werden. Wieso hat sich hier noch nicht die Verbraucherzentrale eingeschaltet?

Schließlich wird es immer schwieriger, auf einen anderen Anbieter zu wechseln, sobald man einmal in der iPod-iTunes-Apple Falle gefangen ist. Die Musik liegt bei iTunes, klar dass dann der nächste MP3-Player auch ein iPod sein muss. Und die gleiche Verbraucherzentrale ärgerte sich darüber, wenn man seinen Stromanbieter nicht schnell genug wechseln kann - verrückte Welt!
04.09.2013 um 15:13 Uhr

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Mein iPod ließ sich auch nur wie ein vernünftiger MP3-Player verwenden, nachdem ich ihn gehackt habe! Dass ist eine Zumutung, wie hier die Firmen mit uns Kunden umgehen. Die Politik schaut mal wieder tatenlos zu.
04.09.2013 um 21:57 Uhr

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