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Schaut ihr auch Bodys Bizarre auf TLC und eure Meinung dazu?

Frage von Gast | 28.03.2021 um 16:36

Hi, ich schau die Serie ab und an. Ich finde die Serie ist sensationell und oberflächlich, aber sie zeigt aus meiner Sicht auch, was Erzeuger die sich; heterosexuell, per Leihmutterschaft oder künstlicher Befruchtung - fortpflanzen, ihren Kindern aufbürden (könnten).

Abgesehen von den häufigen Krankheiten und Behinderungen im Leben, zeigt diese Serie die seltenen. Positiv finde ich, dass meistens immerhin subtil erwähnt wird, dass die Betroffenen kein oder kaum ein normales Leben leben können, weil sie von Normalen ausgeschlossen werden. Vieles muss sich die Zuschauerschaft selber denken.

Negativ an der Serie finde ich, dass "normales Leben" "Normalsein" unhinterfragt direkt mit Glück/lichsein im Zusammenhang steht. Das Glück/lichsein unhinterfragt gut sei. Und dieses Glück/lichsein sehr reaktionär ist d. h. sich darauß bildet dass ein Mädchen Kinder kriegen kann, sie mit einem Mann verheiratet werden kann, ein Mann arbeiten gehen kann oder sich mit einer Frau verheiraten kann usw. usw.

Es geht irgendwie hauptsächlich um diese Normen.

Und es wird nie direkt von Ableismus und Lookismus gesprochen. Nie wird wirklich hinterfragt - die Betroffenen sind die denen "geholfen" (=die normalisiert) werden sollen, ein andersrum gibt es leider nicht.

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Das finde ich auch sehr traurig. Aber so funktioniert die Gesellschaft leider nun mal. Die einzelnen Mitglieder scheinen aus einer Art Sittenwächter zu bestehen, die aufpassen, dass sich niemand aus dem erwartbaren (= der Norm entsprechenden) Rahmen bewegt.

Damit sorgt die Gesellschaft automatisch dafür, dass der status quo beibehalten wird.
28.03.2021 um 03:31

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Hast du auf arte auch mal "Indien Eine Chance Für Töchter" gesehen?

Ich finde solche Dokus auch immer traurig. Sie sind wichtig und lehrreich aber auch sehr traurig und manchmal finde ich sie zu unreflektiert. Weil Indien ist nicht allein mit seinem Frauenhass und es stimmt auch nicht, dass es das frauenfeindlichste Land ist, was aber gern so dargestellt wird. Die europäischen und amerikanischen "Fortschrittsländer" treiben auch weibl. Embryonen ab (Femizide), sie vergewaltigen, verheiraten, verkaufen vertreiben (Suizid) usw. usw. Mädchen und Frauen. Nur weil auch Frauen bei einigen ins Militär "dürfen" (müssen!) oder Arbeiten und nur weil einige Länder was von Gleichberechtigung in ihren Verfassungen und Verträgen stehen haben, heißt dass noch lange nicht, dass diese Länder frauenfreundlich sind. Im Gegenteil, es vertuscht die Misogynie. Was nicht gesehen wird ist schwerer angreifbar. Die westlichen Männerländer sind nur gerissener darin Frauen auszubeuten. Das ist der ganze Unterschied.

Gleichberechtigung hatte nie was mit Feminismus zu tun. Es ging Feministinnen um viel mehr, aber die Wahrheit und Ethik sind sogut wie verloren. Eigentlich wenn ich überlege, dann haben es die abgetrieben weibl. Ebryonen nicht schlechter gehabt als ich, Lizzi Velasquez, irgendeine die lesbisch schwarz use ist oder Frauen wie Marilyn Monroe oder Helene Fischer usw.

Eine Frau kann wirklich besonders ihren Erzeuger, allein dafür verwünschen, weil er es wagte sich fortzupflanzen. Die Mutter ist Mittäterin, sie macht die Gesetze nicht, aber wenn sie nicht folgt wird sie eben auch bestraft und die meisten sind durch jahrelange Abrichtung dazu konditioniert wie Vieh sich dem Mann zu unterwerfen.

Also ich persönlich wäre lieber nicht geboren, wenn ich darüber nachdenke, was für männergemachtes Leid dieser blaue Planet für ein Lebewesen übrig hält, das entweder Tier ist (Schlachtschwein, im Zoo, Haustier usw.) oder vom weibl. Geschlecht. Die Dokus zeigen genau dieses Leid, auch wenn wir selber rausfinden müssen wer es produziert - es sind nicht die Regisseurinnen, das sind nur die die es zeigen.

Die sind die Botschafterinnen der schlechten Nachricht.
10.04.2021 um 21:26

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